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BLICKPUNKT ARBEITSMARKT:
Von wegen Corona! Wer mobil ist, hat beste Karten

Fast 3 Mio Arbeitslose – Corona hat die deutsche Wirtschaft heftig erwischt. IT-Fachkräfte haben weiter beste Chancen. Unter einer Bedingung.

Der Himmel über Deutschlands Arbeitsmarkt ist nicht mehr in allen Bereichen rosarot. Im Mai vermeldete die Bundesagentur für Arbeit einen Anstieg der Arbeitslosenquote auf 6,1 Prozent. Und dennoch: IT-Fach- und Führungskräfte freuen sich weiter über beste Chancen - für Einsteiger wie auch für Jobwechsler.

So wie Stefan P. Der 32-Jährige studierte Informatik in Hessen. Dann ging´s Richtung Süden: Der erste Job führte ihn Richtung Konstanz. Dort heuerte der Informatikexperte bei einem kleinen Startup an, das Software für Medizintechnik entwickelt.

„Das waren sechs gute und spannende Jahre“, sagt er rückblickend. Kleines Team, flexible Arbeitszeit, gute Weiterbildungsmöglichkeiten, der traumhafte Bodensee. Eine gute Erfahrung zum Start in den Job.

Team-Leitung im Blick?

Doch nun ist Veränderung angesagt. Zwei, vielleicht drei Monate sichtete Stefan den speziellen Arbeitsmarkt für IT´ler – dann wurde er auf Jobs4 Finance & IT fündig: ein Mittelstands- Unternehmen an der Elbe machte ihm ein Angebot. Dort kann er schon in wenigen Monaten ein kleines Team leiten.

Der Umzug – kein Problem. Im Gegenteil: „Ich finde Veränderungen wichtig und wertvoll.“ Also Koffer gepackt, Umzugswagen bestellt – und ab Richtung Norden!

Regionale Mobilität ist wichtig?

Wer so neugierig und mobil ist, wie Stefan P. hat beste Chancen. Dies bestätigt auch das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). „Regionale Mobilität ist wichtig auf dem deutschen Arbeitsmarkt, nicht nur als Ausgleichsmechanismus, sondern auch als individuelle Strategie von Erwerbstätigen und Arbeitslosen“, heißt es in einem Bericht des Instituts. Die Forscher stellen fest: „Während viele industrielle Ballungszentren in Süddeutschland annähernd Vollbeschäftigung aufweisen, sind weite Teile Ost- und Norddeutschlands wesentlich stärker von Arbeitslosigkeit betroffen.“

Auch die Bertelsmann Stiftung bestätigt dies: „Für die Zukunft können wir eine weitere Flexibilisierung der Arbeitswelt erwarten, vorangetrieben insbesondere durch sektoralen Wandel, technologische Innovationen und immer globaleren Wettbewerb in vielen Bereichen der Wirtschaft. Im Zuge des demographisch bedingten Fachkräftemangels werden die Unternehmen für begehrte Fachkräfte mehr Anstrengungen unternehmen, um attraktive Arbeitsbedingungen zu bieten und den Präferenzen der Beschäftigten zu entsprechen.“

Doch ein Umzug bringt nicht nur Vorteile, sondern kann auch mit Nachteilen verbunden sein. Neben den Umzugskosten zum Beispiel das Zurücklassen von Freunden und der liebgewonnenen Umgebung. Für Stefan P. kein Problem. Er hat bereits erste persönliche Kontakte im hohen Norden geknüpft – der neue IT-Job kann kommen!

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